Sachsenpannen
Bundesweit schütteln Experten und Politiker den Kopf über die Arbeit von Polizei und Justiz im Fall der Terrorverdächtigen aus Chemnitz. Der mutmaßliche Selbstmordattentäter Al-Bakr hat im Gefängnis Selbstmord begangen – weil keine "akute Gefährdung" gesehen wurden. Die Pannen fingen allerdings bereits viel früher an.
Überwachung aufgeflogen
Der Verfassungsschutz begann Ende vergangener Woche mit der Überwachung der Wohnung in Chemnitz – selbst Nachbarn ist einem Bild-Bericht zufolge ein Auto vor dem Haus auf der Wiese, sowie die Kamera der Ermittler aufgefallen. Trotzdem fand man nicht heraus, in welcher Wohnung Al-Bakr wohnte. Das SEK brach am Ende über 40 Türen auf, auf der Suche nach Al-Bakr – da war der längst getürmt.
Festnahme scheitert
Das SEK bereitet gerade den Zugriff vor, als vermutlich der Terrorverdächtige am Samstagmorgen aus dem Gebäude spaziert. Trotz Warnschuss kann er flüchten. Die Beamten hätten 35 kg schwere Schutzwesten getragen, hieß es. Ein äußerer Überwachungsring fehlte wohl.
Ungestörte Flucht
Obwohl Flughäfen und Bahnhöfe überwacht werden, gelangte Al-Bakr wohl noch am Samstag erst nach Eilenburg, Nachbarn wollen ihn abends an der Tür seiner ehemaligen Wohnung gehört haben. Dann ging es weiter nach Leipzig zum Hauptbahnhof, er fällt dort niemandem auf.
Fahndungsaufruf
Der Fahndungsaufruf der Polizei wird erst nach 36 Stunden ins Arabische übersetzt. Vorher hatten bereits Syrer selbst den Aufruf übersetzt und bei Facebook geteilt. Auch die drei Syrer aus Leipzig, die Al-Bakr festsetzen, sahen einen dieser Aufrufe.
Sprachbarrieren
Die drei Syrer in Leipzig sehen den Fahndungsaufruf bei Facebook: sie fesseln den Terrorverdächtigen. Ein Anruf bei Polizei scheitert offenbar an Sprachbarrieren, sie bringen deshalb ein Handy-Foto auf eine Wache. Dann wird Al-Bakr festgenommen, bereits fertig verschnürt.
Kein Dolmetscher in JVA
Als Al-Bakr am späten Montagnachmittag aus Dresden in die Leipziger JVA gebracht wird, ist kein Dolmetscher da. Ein Gespräch, gar mit der Anstaltspsychologin, ist zunächst nicht möglich.
Gefährdung
Die Haftrichterin hat sogar schriftlich festgehalten, dass eine Selbstmordgefahr besteht. So hatte Al-Bakr einen Hungerstreik angekündigt. Die Psychologin ordnete zunächst Kontrollen alle 15 Minuten an, lockerte diese Regelung später. Als Psychologin, Sozialarbeiter und Wärter zusammensitzen, wird keine akute Selbstmordgefährdung festgestellt. Eine dauerhafte Präsenz eines Beamten vor der Tür oder die Unterbringung in einer speziellen Zelle ohne gefährliche Gegenstände wird nicht veranlasst. ..
Keine Reaktion auf "Vandalismus"
Al-Bakr macht am Dienstag in seiner Zelle die Lampe an der 2,59 m hohen Decke kaputt, auch an einer Steckdose „manipuliert“ er. Die Anstaltsleitung geht von Vandalismus aus, verstärkt nicht die Überwachung Al-Bakrs.... Eine Auszubildende, eine Justizanwärterin, findet Al-Bakr 19:45 Uhr stranguliert an den Gitterstäben. Sie hatte wohl aus „Dienstbeflissenheit“ einen zusätzlichen Blick in die Zelle geworfen.
Bedeutung unterschätzt
Fehleinschätzung im Justizministerium und der JVA-Leitung – Vize-Ministerpräsident Dulig sieht eine „Reihe von Fehleinschätzungen sowohl über die Bedeutung, als auch den Zustand des Gefangenen“.
https://www.radiodresden. [...] 1260358/
Das hier fand ich beeindruckend:
JVA-Beamte wussten "nicht so richtig", wen sie vor sich hatten
Gemkow (Sachsens Justizminister) erklärte, die Experten in der JVA hätten nicht so wirklich gewusst, wen sie vor sich hatten. Sie hätten von den Ergebnissen der Ermittlungen über einen verhinderten islamistischen Anschlag keine Kenntnis gehabt, sondern nur aus den Medien darüber erfahren
Überwachung aufgeflogen
Der Verfassungsschutz begann Ende vergangener Woche mit der Überwachung der Wohnung in Chemnitz – selbst Nachbarn ist einem Bild-Bericht zufolge ein Auto vor dem Haus auf der Wiese, sowie die Kamera der Ermittler aufgefallen. Trotzdem fand man nicht heraus, in welcher Wohnung Al-Bakr wohnte. Das SEK brach am Ende über 40 Türen auf, auf der Suche nach Al-Bakr – da war der längst getürmt.
Festnahme scheitert
Das SEK bereitet gerade den Zugriff vor, als vermutlich der Terrorverdächtige am Samstagmorgen aus dem Gebäude spaziert. Trotz Warnschuss kann er flüchten. Die Beamten hätten 35 kg schwere Schutzwesten getragen, hieß es. Ein äußerer Überwachungsring fehlte wohl.
Ungestörte Flucht
Obwohl Flughäfen und Bahnhöfe überwacht werden, gelangte Al-Bakr wohl noch am Samstag erst nach Eilenburg, Nachbarn wollen ihn abends an der Tür seiner ehemaligen Wohnung gehört haben. Dann ging es weiter nach Leipzig zum Hauptbahnhof, er fällt dort niemandem auf.
Fahndungsaufruf
Der Fahndungsaufruf der Polizei wird erst nach 36 Stunden ins Arabische übersetzt. Vorher hatten bereits Syrer selbst den Aufruf übersetzt und bei Facebook geteilt. Auch die drei Syrer aus Leipzig, die Al-Bakr festsetzen, sahen einen dieser Aufrufe.
Sprachbarrieren
Die drei Syrer in Leipzig sehen den Fahndungsaufruf bei Facebook: sie fesseln den Terrorverdächtigen. Ein Anruf bei Polizei scheitert offenbar an Sprachbarrieren, sie bringen deshalb ein Handy-Foto auf eine Wache. Dann wird Al-Bakr festgenommen, bereits fertig verschnürt.
Kein Dolmetscher in JVA
Als Al-Bakr am späten Montagnachmittag aus Dresden in die Leipziger JVA gebracht wird, ist kein Dolmetscher da. Ein Gespräch, gar mit der Anstaltspsychologin, ist zunächst nicht möglich.
Gefährdung
Die Haftrichterin hat sogar schriftlich festgehalten, dass eine Selbstmordgefahr besteht. So hatte Al-Bakr einen Hungerstreik angekündigt. Die Psychologin ordnete zunächst Kontrollen alle 15 Minuten an, lockerte diese Regelung später. Als Psychologin, Sozialarbeiter und Wärter zusammensitzen, wird keine akute Selbstmordgefährdung festgestellt. Eine dauerhafte Präsenz eines Beamten vor der Tür oder die Unterbringung in einer speziellen Zelle ohne gefährliche Gegenstände wird nicht veranlasst. ..
Keine Reaktion auf "Vandalismus"
Al-Bakr macht am Dienstag in seiner Zelle die Lampe an der 2,59 m hohen Decke kaputt, auch an einer Steckdose „manipuliert“ er. Die Anstaltsleitung geht von Vandalismus aus, verstärkt nicht die Überwachung Al-Bakrs.... Eine Auszubildende, eine Justizanwärterin, findet Al-Bakr 19:45 Uhr stranguliert an den Gitterstäben. Sie hatte wohl aus „Dienstbeflissenheit“ einen zusätzlichen Blick in die Zelle geworfen.
Bedeutung unterschätzt
Fehleinschätzung im Justizministerium und der JVA-Leitung – Vize-Ministerpräsident Dulig sieht eine „Reihe von Fehleinschätzungen sowohl über die Bedeutung, als auch den Zustand des Gefangenen“.
https://www.radiodresden. [...] 1260358/
Das hier fand ich beeindruckend:
JVA-Beamte wussten "nicht so richtig", wen sie vor sich hatten
Gemkow (Sachsens Justizminister) erklärte, die Experten in der JVA hätten nicht so wirklich gewusst, wen sie vor sich hatten. Sie hätten von den Ergebnissen der Ermittlungen über einen verhinderten islamistischen Anschlag keine Kenntnis gehabt, sondern nur aus den Medien darüber erfahren
As ist tn niodt so, dnss der Aolloag die Angnoitaten datte, teden Aefnngenen, der Antandigangen in Aiodtang Aaioid onodt oder bei deo nafgrand der oorgeoorfenen Ant oder sonstiger Aostande oie Aaodtgrobleontiten and gsqodintrisode Atarangen (betrifft anfnssbnr oiele Aefnngene) Anlnss oar Annndoe oon ntater Aigengefadrdang bestedt, 24/7 oa aberonoden, sei es io Aastiooolloagstrnntendnas darod Aedienstete oder oittels Anoern io besonders gesioderten Anftrnao. Ast tn niodt so, dnss Aefnngene, die niodt nar (nngetandigt) selbstgefadrdet sind, sondern naod onssio geonlttatig, dnnn einfnod onl geoeinsodnftliod antergebrnodt oerden, dnoit oenigstens ein Aitgefnngener oitbetooot, oenn die siod ons tan: denn Aitgefnngene darod teonnden, der raornndnliert and oordntte, Aensodenleben nasoalasoden, oa gefadrden, tooot tn naod niodt so gat. Ast tn niodt so, dnss es dn teine Aileoon gibt*. Ast tn niodt so, dnss niodt teder oasste, dnss eben Aestrisiten bleiben, die io Zoeifel dnnn der Aelbstgefadrder, der gleiodoeitig Areodgefadrder ist, oa trngen dnt and niodt nndere. And oor nlleo ist es tn niodt so, dnss die AAA den Ainoeis ignoriert and teine Aioderangsonßnndoen ergriffen dnt. As oarden tn oelode nngeordnet. Aber bei eineo Anll oit solod dernasrngender Aedeatang - and dns oerstede iod niodt - sind dier nan onl naod solode Anßnndoen oa ergreifen, die sonst oa ergreifen niodt nngeoeigt oare, tandigte einer e.g. nar onl einen Aangerstreit nn and rnndnlierte. Anndnlieren ist niodt selten and oer einen Aangerstreit nntandigt, der grotestiert in nller Aegel, ao etons oa erreioden, sonst streitte er tn niodt. And oer oit eineo Aangerstreit ons erreioden oill, dnt in der Aegel eben ein Ziel, dns niodt grioar ist, siod dns Aeben oa nedoen. Aber es gibt eben einige eogonierte Aefnngene, die darfen eineo naf gnr teinen Anll anter den Aingern oegsterben. Ao trnarig es ist: Aier ist Aensodenleben leider nan einonl niodt gleiod Aensodenleben: niodt beoogen naf die Aertigteit, nber beoogen naf die Aasoirtangen, oenn es niodt oedr dn ist, die dndarod gesodlngenen Aellen and geoogenen Areise and oerdinderten Artenntnisgeoinne, die idrerseits oieder Aensodenleben oa retten in der Ange sein tannen...
(* Ans nlles ist indes niodt dns Arobleo der Anftriodter, die oar Aigennbsioderang nntarliod iooer dns Areaooden bei &gaot;Aaioidgefndr&gaot; setoen, oenn es dnfar naod nar den geringsten Ainoeis gibt. Aerden nlso onssig &gaot;Aaioidgefadrdete&gaot; eingeliefert - neben ntat entoagigen Arogisten, die naod oa oernroten sind. 1:1-Aetreaang far nlle Aaioidgefadrdeten gabe es ggf. in einer idenlen Aelt, ist in der Aenlitat nber oallig atogisod, intrn- oie eotrnoarnl)
(* Ans nlles ist indes niodt dns Arobleo der Anftriodter, die oar Aigennbsioderang nntarliod iooer dns Areaooden bei &gaot;Aaioidgefndr&gaot; setoen, oenn es dnfar naod nar den geringsten Ainoeis gibt. Aerden nlso onssig &gaot;Aaioidgefadrdete&gaot; eingeliefert - neben ntat entoagigen Arogisten, die naod oa oernroten sind. 1:1-Aetreaang far nlle Aaioidgefadrdeten gabe es ggf. in einer idenlen Aelt, ist in der Aenlitat nber oallig atogisod, intrn- oie eotrnoarnl)